Der Koran
historisch-kritisch betrachtet
Philia-Verlag, Bad Nauheim
Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 2018
ISBN 978-3-9818741-5-0
Paperback, 390 Seiten, 29,95 Euro

Das Buch

Viele Muslime sind überzeugt, dass der Koran in seiner unverfälschten Urfassung an Muhammads Nachfolgegenera­tionen weitergegeben wurde – gerade so, wie sie dem Propheten offenbart und dann sukzessive von seinen Gefährten und Nachfolgern aufgeschrieben wurde. Doch war es wirklich so? Was sagt die Koranforschung dazu? Moderne muslimische Koranausleger bekennen sich immerhin dazu, dass der Koran „historisch-kritisch“ ausgelegt werden müsse. Doch verstehen sie unter „historischer Kritik“ meist nur, dass der koranische Text, der ja in eine bestimmte Zeit und für bestimmte „Anlässe“ offenbart wurde, für die heutige Zeit neu gedeutet werden müsse. Leider hat dieser Ansatz wenig mit den historisch-kritischen Methoden zu tun, wie sie moderne Forscher seit rund 200 Jahren entwickelt haben und die solche Teilmethoden wie Textkritik, Literarkritik, Formgeschichte, Quellenkritik und Redaktionskritik be­inhalten. In diesem Buch geht es darum, diese Methoden auf den Koran anzuwenden bzw. zu zeigen, wie moderne Koranforscher dies bisher bereits versucht haben. Auch soll der Koran als literarisches Werk und als Gottesoffenbarung gewürdigt werden. In einem letzten Teil geht es schließlich noch um die bisher zu wenig beleuchtete Frage nach der Verfasserschaft.

Der Autor

Kurt Bangert, geb. 1946, studierte Theologie und Germanistik in Tübingen und in den USA. Er ist Schriftleiter von Freies Christentum, einer liberal-theologischen Zeitschrift, und Autor zahlreicher Artikel und Bücher in den Bereichen Theologie, Islam­forschung und Armutsbekämpfung. Der Publizist war viele Jahre in der Entwicklungszusammenarbeit tätig, u.a. als Forschungsleiter und Research Advisor beim World Vision Institut.

Der Autor steht für Lesungen und Vorträge zur Verfügung.